Kreistagswahl 2009
Wahltermin: 7. Juni 2009
Wahlprogramm 2009-2014 für die Kreistagswahlen im Rhein-Neckar-Kreis
Grüne wollen im Kreistag mehr Einfluss und die Bedeutung Weinheims stärken
Weinheim. Die Weinheimer Grünen stellten jetzt ihr Programm für die Kreistagswahlen am 7. Juni vor. Mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Uli Sckerl an der Spitze stellen sich sieben Bewerberinnen und Bewerber dem Wählervotum. Auch Dorothea Meuren, Dr. Alexander Boguslawski, Doris Jochim, Thomas Schwiderke, Eva Schmitt und Dr. Andreas Marg stellten sich und ihre Schwerpunkte vor. "Unsere Bewerberinnen und Bewerber decken mit ihren beruflichen Erfahrungen und ihrem Wissen das ganze Spektrum der Kreisaufgaben ab und können damit viel Innovation in den Kreistag bringen", sagte Sckerl einleitend. Die Grünen wollen im Weinheimer Wahlkreis und im gesamten Kreisgebiet stärker werden, um für ökologische und soziale Zukunftsaufgaben die Mehrheitsverhältnisse zu ändern. "Der Kreis braucht einen Politikwechsel, weil die CDU die Zukunftsaufgaben nicht im Blick hat, sondern unübersehbare Ermüdungserscheinungen aufweist. Wer zu lange regiert, der nutzt sich ab", sagte Uli Sckerl. Grüne Kreistagsarbeit sei demgegenüber innovativ und zukunftsorientiert. Die Grünen hätten als kleine Fraktion Beachtliches erreicht. Wesentliche Kreisaufgaben machten die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen im weiteren Verlauf am Beispiel Weinheim deutlich. Dorothea Meuren hob die Bedeutung der beruflichen Bildung hervor und bezeichnete die Weinheimer Berufsschulen als wichtige Eckpfeiler der beruflichen Bildungsangebote in der Metropolregion, mit Ausstrahlung weit in den hessischen Odenwald hinein. Die Grünen wollen sich vor allem für die Einrichtung beruflicher Gymnasien an der Helen-Keller-Schule und an der Hans-Freudenberg-Schule einsetzen. Das würde die Qualifizierung junger Menschen auf dem sozialen und technischen Sektor stärken. Doris Jochim forderte mehr Präventionsmaßnahmen in der Kinder- und Jugendpolitik des Kreises. Besonders wichtig sei der Ausbau der Schulsozialarbeit. Hier fordern Die Grünen auch vom Land den Wiedereinstieg in die finanzielle Beteiligung. Schulsozialarbeit wäre auch an Weinheimer Schulen hilfreich. Dr. Alexander Boguslawski bezeichnete den Erhalt der Maria-Montessori-Schule am Standort Weinheim als Erfolg auch der Grünen, denn es sei für Weinheim wichtig, im schulischen Angebot auch eine anerkannte Schule mit Kindergarten für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung zu haben. Gleichzeitig warb er für eine verbesserte Integration von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung. Dazu müssten sich die Regelschulen und ? Kindergärten öffnen, es müsse die freie Entscheidung der Eltern werden, in welche Schule oder welchen Kindergarten sie ihre Kinder haben wollen. Thomas Schwiderke unterstrich die Notwendigkeit, nach Jahren des Wartens die Main-Neckar-Bahnlinie endlich zur S-Bahn auszubauen. Dies sei ein zentraler Schwerpunkt der Grünen und man werde "richtig Dampf" dafür machen. Die S-Bahn sei für Weinheim die beste Wirtschaftsförderung und Strukturpolitik. Die Grünen fordern eine Beschleunigung des S-Bahn-Programms, das vor dem anvisierten Termin Dezember 2015 verwirklicht werden soll. Sie sprechen sich auch für 2 neue Haltepunkte im Weinheimer Süden und in Sulzbach aus. Eva Schmitt, eine der jüngsten Kreistagskandidatinnen der Grünen im Kreisgebiet, will die Jugendarbeit der Sport- und Kulturvereine besser gefördert sehen und sprach sich auch für eine Kreisförderung von Jugendhäusern und Offener Jugendarbeit aus. Der Kreis könne zudem mehr bei der Prävention gegen Suchtgefahren aller Art tun. Dr. Andreas Marg bescheinigte dem Rhein-Neckar-Kreis Nachholbedarf bei der Betreuung psychisch kranker Menschen. Die zurückhaltende Förderung der Tagesstätten und anderer Einrichtungen reiche nicht, es müsse ein neues Leitbild zur Integration psychisch kranker Menschen in die kommunale Gemeinschaft geschaffen werden. Er forderte zudem für pflegebedürftige Senioren mindestens zwei Pflegestützpunkte im Kreis, einer davon müsse in der größten Kreisstadt, nämlich in Weinheim angesiedelt werden. Abschließend kritisierte Uli Sckerl die Entscheidungen von Kreistag und Gemeinderat, die baurechtlichen Voraussetzungen für eine neue Außenstelle des Kreises im Gewann Hammelbrunnen und nicht in Innenstadtnähe zu schaffen. ?Bürgerbüros gehören in die Zentren und nicht auf die grüne Wiese. Hier wird eine Riesenchance zur Stärkung der Weinheimer Innenstadt verpasst?, kritisierte er.
Weitere Informationen finden Sie unter www.gruene-rhein-neckar-kreis.de.







