Die Grünen/Alternative Liste Weinheim
16.06.10 Alter: 81 days <- Zurück zu: Wilkommen auf der Startseite
Kategorie: Veranstaltungen

Grüne: Partei und GAL sind 30 Jahre und noch ziemlich laut


"Laut wie Vuvuzelas" [Pressebericht in den Weinheimer Nachrichten vom 16.06.2010]

"Laut wie Vuvuzelas"

 

[Pressebericht in den Weinheimer Nachrichten vom 16.06.2010]

 

Weinheim. ?30 Jahre und kein bisschen leise?. Das Motto ist bei Grünen und GAL Programm. Der Chef der Weinheimer Grünen, Dr. Alexander Boguslawski, beschreibt es so: Man sei lieber ?bockig als zickig? und wolle sich künftig als ?Vuvuzela in der Weinheimer Politik? weiter Gehör verschaffen. Oberbürgermeister Heiner Bernhard stand dem in nichts nach, als er beim Sommerfest auf dem Bauernhof Rauch ein Grußwort sprach: ?Wir ringen stets um das Ergebnis, das wir für das beste für die Bürger halten. Dabei schießen wir beide manchmal über das Ziel hinaus. Das verbindet uns?, sagte er in Richtung der GAL-Fraktionsvorsitzenden Elisabeth Kramer.

Die machte am Sonntagnachmittag aus der Haltung der Grünen zur OB-Wahl noch ein Geheimnis, einen Tag später kündigte sie an, keine Wahlempfehlung für den Amtsinhaber auszusprechen (wir haben berichtet). Kramer und Bernhard hatten an diesem Tag dann doch etwas gemeinsam: Beide erinnerten an das Grünen-Urgestein Norbert Schäfer, der 1980 erster Grünen-Stadtrat wurde und sich durch eine große Authentizität und Integrität auszeichnete. Schäfer starb vor acht Jahren auf tragische Weise.

Dass die Grünen längst zu den Etablierten gehören, zeigte sich beim Blick auf die Besucher und den Verlauf der Veranstaltung. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Fritz Kuhn, der Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag, Winfried Kretschmann, sowie die Landtagsabgeordneten Uli Sckerl und Theresia Bauer bildeteten die Gruppe der ?grünen Prominenz?, viele andere Stadtratskollegen machten das bunte Bild komplett. Kretschmann sagte dazu: Am Anfang sei man als ?Staatsfeinde? und ?Paradiesvögel? bezeichnet worden, heute gehöre man zu ?den gestaltenden Kräften in der Republik.? Kein Wunder, schließlich ist laut Kuhn die Farbe Grün die Farbe ?der Hoffnung und Zukunft?. Kuhn war sich ziemlich sicher, dass Berlin früher als gedacht Neuwahlen erlebe, eine ?richtungslos regierende Koalition? werde schon dafür sorgen. Wie grün die Zukunft Weinheims wird, das wollte Kuhn später als hiesiger Bundestagsabgeordneter von Oberbürgermeister Heiner Bernhard wissen, der allerdings keine verbindliche Antwort gab.

Ein passendes Geschenk hatte Theresia Bauer dabei: Efeu. Wächst schnell und ist nur schwer wieder zu entfernen. Symbolisch steht dies auch für die Grünen in der Stadt, bei denen die Grüne Jugend Weinheim auf einem guten Weg ist.

Bleibt Kabarettist Hans-Peter Schwöbel, bei dem alle ?Brüder zu Brüder und Schwestern zu Schwesterinnen? werden und der sich passend zu seinem aktuellen Programm mit dem OB sicher war: Ohne die Grünen wäre man ?arm droo?. sf