Die Grünen/Alternative Liste Weinheim
12.07.10 Alter: 55 days <- Zurück zu: Wilkommen auf der Startseite
Kategorie: Lokalpolitik

Kinderbetreuung: "Zentrale Anmeldestelle könnte das Problem lösen"


Bild by redronafets

Kritik der GAL an der Stadtverwaltung beim Thema Kinderbetreuung [Pressebericht in den Weinheimer Nachrichten vom 12.07.2010]

Kritik der GAL an der Stadtverwaltung beim Thema Kinderbetreuung

 

[Pressebericht in den Weinheimer Nachrichten vom 12.07.2010]

 

Weinheim. Erstaunt stellt die GAL-Fraktion in einer Pressemitteilung fest, "dass die Stadtverwaltung offenbar lieber Probleme leugnet als ihnen nachzugehen". Zumal die GAL-Stadträtinnen in einem Brief an den Oberbürgermeister diesen gar nicht angegriffen hatten, sondern um Informationen und insbesondere um Mitsprache des Gemeinderats beim Thema Kinderbetreuung gebeten hatten. Es gehe um deutliche Engpässe, insbesondere in der Innenstadt und auch bei den über Dreijährigen.

 

"Da aber jeder Eltern kennt, die den Betreuungsplätzen nachlaufen und womöglich auf die Ortsteile verwiesen werden, kann ja wohl nicht vom gedeckten Bedarf geredet werden", verdeutlicht Stadträtin Christine Münch.

 

"Leider passt dazu, dass genaue Zahlen im Amt noch gänzlich unbekannt sind", erklärte Fraktionssprecherin Elisabeth Kramer. "Offenbar klappt es nur sehr zögerlich mit dem Abgleich der Wartelisten, die sich seit Jahren in allen Einrichtungen sammeln." Sicherlich sei das nicht ganz einfach, da viele Eltern ihre Kinder mehrfach anmeldeten, ohne sie bei gedecktem Bedarf dann auch abzumelden. Dies zu handhaben, sei nur bei ausreichend Plätzen machbar gewesen. Jetzt müsse umgedacht werden, unterstreicht Dr. Helene Eggert: "Eine zentrale Anmeldestelle könnte das Problem lösen. Die Anmeldung müsste unter Angabe des jeweiligen Wunschkindergartens geschehen, auch mit Zweit- und Drittmeldung, aber eben zentral und übersichtlich. Hier könnten sich auch die kirchlichen Kindergärten wiederfinden."

 

Weiterhin wolle die Fraktion der GAL im Gemeinderat gemeinsam nach Lösungen suchen. Leider sei erst im September die Beratung dazu vorgesehen. Dann hätten aber viele Eltern womöglich schon resigniert. Schließlich gehe es nicht nur darum, kurzfristig eine Überbrückung zu finden für den Mangel. Da Weinheim weiterhin Zuzügler anlocken will, müsse es auch Dauerlösungen geben, und zwar mit guter Qualität. Und eine frühere Bedarfsplanung müsse wohl auch sein.